Selbstständigkeit Was erwartest du von einem Tonstudio?

  • Hey Ho @ all!


    Ich spiele seit etwa einem Jahr ernsthaft mit dem Gedanken mich im Tontechnischen Bereich Selbstständig zu machen (zumindest erst einmal Teilselbstständig)
    Vorzugsweise wollte ich Mixdown, Editing und Mastering anbieten mit DDP und eventuell auch CD Pressung in einem natürlich professionellen Studio mit top Akustik und analogem Outboard Euqipment (Eventuell auch Filmvertonung). Recording nicht unbedingt und wenn doch dann nur mobil. Laufen soll das ganze hauptsächlich über das www.


    Momentan bin ich noch voll in der Planung bzw. auch noch in Ausbildung zum AudioE. :D


    Dennoch wollte ich mal einfach in die Runde Fragen was ihr euch von einem Tonstudio erhoffen würdet in Bezug zu euren Tracks/Songs bzw wo/wie sollte euch ein Studio helfen an euer Soundziel zu kommen? Und vor allem wann würdet ihr Hilfe von einem Studio anfragen?



    Hoffe auf eine Ausgiebige und interessante Diskussion ohne Gedisse und mit ernsthaften Kommentaren :lol:

  • 1. Recording-möglichkeiten, die so hochqualitativ sind, dass ich nicht mit dem kauf eines 200 euro mics und geschickter platzierung im kleiderschrank vergleichbares erreichen kann
    2. Gewaltigen Skill des toningenieurs bezüglich Recording, Mixdown und Mastering, also so gut, dass ich das nicht selbst ähnlich gut hinkriegen würde, also auch nicht als fortgeschrittener Schlafzimmer-Produzent, wie hier einige sind.


    Ein Gang ins Studio muss sich einfach lohnen. Gute Preise und ein nettes Pläuschen helfen nichts, wenn nachher die Qualität nicht deutlich besser ist, als das, was ich zuhause hinkriegen würde
    Die harte Dienstleistung muss stimmen. also wenn du scheißrecordings machst und die mittelprächtig mischst, bringt auch ein 500.000 euro neve pult nüscht


    Edit: ok ich hab nicht sauber gelesen. ich glaube nicht, dass du dich online, nur durch mixing über wasser halten kannst.

  • Gilt für die ganze Musikbranche (Musiker, Produzenten, Tontechniker usw.):
    Es gibt so viele gute, um sich durchzusetzen, muss man viel Glück haben ("zur richtigen Zeit am richtigen Ort").
    Professionell ja, kommerziell würde ich auf andere Standbeine setzen.


    PS. Die Musikindustrie ist ein überschaubares Abziehbild unseres Kapitalismus: Marktmacht erzielen (Gegner verdrängen) > Marktmacht sichern (Rechte-/Lizenzmanagement durch Anwälte und ähnliches (bspw. GEMA).

  • H66 geb ich dir vollkommen recht! Jemand der aber Spielekonsolen, Stühle und Cupcakes verkaufen möchte hat die gleichen Probleme.


    Die eigentliche Frage war ja auch eine andere:


    Dennoch wollte ich mal einfach in die Runde Fragen was ihr euch von einem Tonstudio erhoffen würdet in Bezug zu euren Tracks/Songs bzw wo/wie sollte euch ein Studio helfen an euer Soundziel zu kommen? Und vor allem wann würdet ihr Hilfe von einem Studio anfragen?


  • Vorzugsweise wollte ich Mixdown, Editing und Mastering anbieten mit DDP und eventuell auch CD Pressung in einem natürlich professionellen Studio mit top Akustik und analogem Outboard Euqipment (Eventuell auch Filmvertonung). Recording nicht unbedingt und wenn doch dann nur mobil. Laufen soll das ganze hauptsächlich über das www.


    Erwarten würde ich eine top Qualität zu einem guten Preis!
    Wenn das ganze hauptsächlich per WWW läuft, kann ich als Kunde nicht einschätzen ob Du da wirklich ein Studio mit top Equipment und Akustik betreibst. Also brauche ich Referenzen zum Einschätzen Deiner Arbeit. Wenn Du am Ende Ozone und Hofa nutzt ist das noch kein Merkmal - Es sei denn es kommt ein wirklich gutes Ergebnis dabei raus ;)


    Gerade im Online Mixing- und Mastering gibt es einen Preis und Qualitätskampf - und da als Kunde durchzusteigen ist jetzt schon schwierig - da würde ich auf Transparenz setzen... also dem Kunden einen Service bieten, den er nirgends sonst bekommt..

  • Ja den Service zu finden den man sonst nirgends bekommt ist der Knackpunkt an dem ich am meisten überlege :lol:
    Transparenz würde ich natürlich auch bieten soweit dies über das WWW möglich wäre, auch dierektes mitarbeiten im Studio wäre selbstverständlich dann kein Problem. Hofa wird selbstverständlich auch genutzt :D allerdings wollte ich mich schon vorzugsweise auf Analoge wärme/sättigung konzentrieren mit hilfe von top outboard equip. Weil Digital kann jeder Daheim machen wenn er weiß was er tut.
    Dem Preiskampf kann ich dir auch nur zustimmen. Hab da sebst bis vor kurzem nicht wirklich kapiert wie die Unterschiede da so extrem riesig sein können. Meinen Preis habe ich noch nicht festgelegt der wird sich dann erst aus dem Businessplan ergeben wenn alles mal konkreter wird.

  • Alries Punkte würde ich klar so unterschreiben. Wobei auch in einem sehr guten Studio Recording, Mixing und Mastering vorallem von den Fähigkeiten des Toningenieurs abhängt. Du musst ein Multitalent sein, und einfach alles so richtig gut können, wie Dieter Bohlen (und seine 30 Mitarbeiter zusammen).


    Ich habe z.B. so gute Mastering- Skills, dass ich mit dem Top- Studio auch daheim mit Kopfhörern konkurrieren kann. Was aber einfach dadurch kommt, das ich mich schon sehr lange Zeit damit beschäftige. Gerade ein frisch gebackener Toningenieur wird mangels Erfahrung mehrere Jahre benötigen, bis er so weit ist, dass er durchgehend professionellen Ansprüchen in allen Bereichen gerecht wird.


    Ein gutes Tonstudio ist teuer, professionelle Arbeit braucht seine Zeit, und man braucht auch die entsprechende Kundschaft und die Kontakte, um überhaupt ausreichend Aufträge zu bekommen. Ob man damit seinen Lebensunterhalt bestreiten kann, ist fraglich. In den ersten Jahren wird das definitiv nicht der Fall sein. Darauf sollte man sich einstellen.

  • tambour , jop ein Beitrag seinerseits würde mich auch freuen :) Und ich gehe ja nicht einmal davon aus das es einfach wird :D Selbstständigkeit bedeutet Selbst und ständig dessen bin ich mir durchaus bewusst ;) Die kosten habe ich bereits grob überschlagen und weiß bereits jetzt das ich da noch einiges zu sparen habe und ohne Gründerkredit wahrscheinlich nicht ganz auskommen werde. Deshalb auch meine Entscheidung Recording mal außen vor zu lassen. Aber damit es eben auch alles Konkret werden kann muss ich erstmal Equipment testen weil bei den Preisen die ich gesehen habe ist so ein Blindkauf nicht drin :D

  • Genau!


    Das sind dann nämlich seeehr viele Packerl, die du zum Thomann* zurückschicken müsstest! :lol::D:eusa_doh:


    *Wenn man die typische Bestellweise berücksichtigt: Bestellen, Testen, Zurückschicken....


    Du hast es erfasst :D Genau das wurde mir erst neulich auf einem Workshop vorgeschlagen. Haja kannst es ja bei T bestellen und wenns dir nicht passt wieder zurückschicken. Das man die 10 - 15000 Euro für ein Rackteil erstmal bezahlen muss wusste er voher nicht :D

  • Überirdisch Teuer und professionell sind zweierlei paar schuhe sicher kann man es wie die Griechen machen und sein Geld zum Fenster raus werfen dann ist man halt nicht wirtschaftlich aber hat halt ein geiles Studio^^
    Du würdest dich doch bestimmt nicht als Anfänger bezeichnen aufgrund deines Euqips.


    Also ums konkret zu machen rede ich von 25% eines 200000€ hauses :D

  • Doppelt so hoch wie ich dachte :D


    Gut jetzt haben wir einen Standpunkt.Aber es ist halt so wie beim Bedroom Producer(BrP) (nur das die Dimension des Equips enorm viel Höher liegt).Als Brp musst du nicht zwingend dein Raum Optimieren (besser wäre es aber wer macht das schon).Ein Studio "muss" optimiert sein (noch optimaler sind speziell daran angepasste Monitore).Was das alleine preislich bedeutet muss ich dir denke ich mal nicht erklären (1000 Euronen pro Stück wären denke ich mal mega viel zu wenig).Das könnte ich jetzt mit jeder einzelnen Platine so weiter machen aber es reicht zu sagen (um uns mal von den BrP abzuheben obwohl das Prinzip das gleiche ist):Investierst du wenig bekommst du wenig.


    Warum ist Pioneer(Ellen&Health etc) teurer als Behringer (alte DJ Kiste aber sie macht es deutlich)? Und da gibt es nur eine (aber leider auch zerstörende Antwort):Behringer ist einfach absolut scheiße und einfach Low-Budget.


    Und so sieht es einfach in der Technik aus.Und zwar überall




    Wenn ich dich im Studio besuchen würde und du hättest nen Behringer Mischpult dann würde ich lieber im Urlaub am Strand Mischen wo nen Tornado mit 250km/h vorbei zischt.Da hättest du weniger Rauschen im Track :D


  • Alries Punkte würde ich klar so unterschreiben. Wobei auch in einem sehr guten Studio Recording, Mixing und Mastering vorallem von den Fähigkeiten des Toningenieurs abhängt. Du musst ein Multitalent sein, und einfach alles so richtig gut können, wie Dieter Bohlen (und seine 30 Mitarbeiter zusammen).


    Ich habe z.B. so gute Mastering- Skills, dass ich mit dem Top- Studio auch daheim mit Kopfhörern konkurrieren kann. Was aber einfach dadurch kommt, das ich mich schon sehr lange Zeit damit beschäftige. Gerade ein frisch gebackener Toningenieur wird mangels Erfahrung mehrere Jahre benötigen, bis er so weit ist, dass er durchgehend professionellen Ansprüchen in allen Bereichen gerecht wird.


    Ein gutes Tonstudio ist teuer, professionelle Arbeit braucht seine Zeit, und man braucht auch die entsprechende Kundschaft und die Kontakte, um überhaupt ausreichend Aufträge zu bekommen. Ob man damit seinen Lebensunterhalt bestreiten kann, ist fraglich. In den ersten Jahren wird das definitiv nicht der Fall sein. Darauf sollte man sich einstellen.


    Alter schwede... schwellen deine Eier auch irgendwann mal wieder ab? Das muss ja schon stören beim Sitzen.


    Mag ja sein das du viel erfahrung im finalizen hast und das mitlerweile drauf hast... aber immer sooo auf die Tonne zu hauen... wer hat denn so bisher deine Mastering skills in anspruch genommen? Hast du ein paar Referenzen? Wo du schon immer so groß den Mund aufmachst will ich dann auch mal ein paar referenzen sehen, denn labern kann jeder... wo wir wieder beim thema online arbeiten wären.. und thema transparenz etc..


    Wie gesagt ich will dir garnicht abstreiten ob und das du es mitlerweile evtl. drauf hast... aber immer dieses große bimm bamm

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