Ableton - Eure Erfahrungen - Vergleich mit FL Studio

  • Moin Zusammen!


    Ich habe soeben die Suchfunktion bemüht und festgestellt, dass das Thema hier anscheinend noch nicht besprochen wurde.


    Wenn man sich für das große Thema "Produzieren von elektronischer Tanzmusik" interessiert und sich im Netz zu diversen Themen informieren möchte, stellt man fest dass gefühlt 90% aller professionellen Musiker in diesem Bereich Ableton nutzen. Der Rest gehört dann in der Regel zur Logic Fraktion. FL Studio findet fast nirgends Erwähnung.


    Warum ist das so? Was macht Ableton anders als unsere schöne DAW? Was macht es besser?


    Ich nutze jetzt seit etwa 15 Jahren FL Studio und habe mich noch nie mit anderen DAWs befasst.

    Aber in Zeiten von YT Tutorials und online Masterclasses gewinnt man einen Eindruck davon wie seine eigenen Vorbilder so arbeiten. Und das ist grundsätzlich anders als ich es tue.


    Ich bin jetzt an einem Punkt an dem ich überlege mich vielleicht nochmal auf eine andere DAW einzulassen, in der Hoffnung letzendlich professionellere Ergebnisse abzuliefern. Mir ist bewusst, dass es zu 99% auf das eigene Wissen/Talent und Erfahrung ankommt, aber trotzdem treibt mich die Frage umher, ob so ein switch zu Ableton mich dabei nicht unterstützen könnte...


    Wie siehts bei euch aus? Habt ihr schonmal über den Tellerrand geschaut?

  • Gut möglich dass ich da in meiner eigenen Bubble bin, aber bei so gut wie allen Künstlern die mich so interessieren und bei denen ich Gelegenheit hatte mal hinter die Kulissen zu schauen, habe ich festgestellt, dass diese mit Ableton oder Logic arbeiten. FL Studio spielt nie eine Rolle und ich frage mich woran das liegt.

  • Ja ich habe auch diesen Eindruck. Hab auch schon überlegt umzusteigen und mir ein Demo runtergeladen, dann aber festgestellt, dass ich einfach nicht die Zeit und die Nerven dafür habe eine DAW von null auf zu erlernen. So werd ich wohl für immer bei FL Studio bleiben...

  • habe ich festgestellt, dass diese mit Ableton oder Logic arbeiten.

    Ich denke, dass es auch viele gibt, die mit mehreren DAWs arbeiten. Ggf. ist es ja wirklich nur deine Wahrnehmung, oder auch Genre-spezifisch? Das kam mir mal als Gedanke: dass gewisse DAWs vermehrt in diesem und jenen Genre genutzt werden.


    Unabhängig davon würde ich darauf nicht viel geben. Arbeite womit du am Besten klarkommst!



    nicht die Zeit und die Nerven dafür habe eine DAW von null auf zu erlernen

    Dachte ich auch erst, kurz bevor ich Anfang 2019 auf Reaper umgestiegen bin. Fakt ist, dass ich in kürzester Zeit umsteigen konnte, bzw. einige Aspekte sogar schneller hinbekomme mittlerweile, weil der Workflow für die Genres, die ich mache, in Reaper einfach viel besser klappt. Davor habe ich ca 15 Jahre in FL gearbeitet und würde es auch nach wie vor für alle empfehlen, die a) vor allem im elektronischen Bereich Musik machen und b) gerne sofort loslegen wollen (denn FL kommt mit super viel Stocksounds, Instrumenten, Effekten, etc.!). Reaper ist da manchmal etwas Frickelei und vor allem in erster Linie wirklich "nur ne DAW" - eher halb-nackt und individuell erweiterbar. Muss also zu einem passen.


    Worauf ich allerdings hinaus wollte bzgl des Zitats von dir: Vom Grundprinzip war es, meiner Vermugun nach, schon ganz gut Jahre lange Erfahrung in FL gemacht zu haben. Also einfach mal testen und probieren. Gibt ja Demos von vielen DAWs. Und wer weiß: ggf. macht man ja Genre X lieber in DAW 1 und Genre Y lieber in DAW 2. ;)

  • Eigentlich
    ist das Ganze eine Frage der 'Anwendung' wie des 'Workflow'. Um zu verstehen wäre es möglicherweise nützlich die Anfänge der
    entsprechenden DAW's anzuschauen. FL STUDIO z. B. war anfangs nur ein "MIDI-Drum-Computer" was sich nun zu einer ausgereiften
    Produktionsumgebung u. a. um Beat-Produktion erweitert. Ableton's Live wäre wie der Name schon verrät was zur Live-Anwendung
    wohingegen z. B. Pro Tools wiederum zur Audiobearbeitung vorzuziehen wäre;
    USW.

  • Ableton ist auch eher ein Daw die du im Studio einsetzt. Der Markt für FL ist hingegen der Heimanwender.


    Ich habe mir mal vor Jahren die Lite angeschaut und bin an der Bedienung verzweifelt. Sowas unintuitives habe ich selten in Händen gehabt. Reaper war nicht ganz so schlimm. Konnte für mich aber nichts was ich nicht auch in FL hinbekommen hätte. Also bin ich bei FL geblieben.


    Mal schaun wie sich die Performancekiste noch entwickelt. Im Moment bin ich nicht wirklich zufrieden. Ich hatte ja erwähnt dass FL auf meinem neuen Rechner deutlich langsamer läuft weil es eben mehr Kerne sind, und FL zwar in Teilen multithreaded ist, aber bei den Cores nicht wirklich was davon ankommt. Und neuere Plugins werden ja auch nicht CPU freundlicher, ganz im Gegenteil. Da will jede Version noch nen Stück mehr Power, einfach weil wieder ne Schippe geile Technik oben draufkommt. Aber noch langt mir die Performance.

  • abelton hatte ich mir angeschaut, aber festgestellt, daß der performance modus bei FL sogar besser ist, als bei abelton.

    so bin ich begeister bei FL geblieben.

    ich habe mir auch diverse andere DAWs angeschaut, einschl. Cubase....aber ich finde FL übersichtlicher, praktischer, schneller.

    und mein sound klingt mit FL besser...was aber nur mit den tools bei FL zu tun hat.

    Was ich bei FL nicht mag....es wird nicht automatisch das arbeitsverzeichnis der flp. datei für audioaufnahmen gewählt, sondern ein standardverzeichnis im hauptprogramm. leider kann man da auch keine einstellung vornehmen um das zu ändern.

    heißt, jedesmal den pfad bei den optionen anpassen.

    was auch nervig ist, FL zwingt einen immer, den aktuellen kanalzug für audio-aufnahmen mit einem input zu belegen.

    befindet man sich versehentlich im falschen kanalzug, muß man die aufnahme stoppen, den kanalzug wechseln und wieder starten.

    sehr nervig.


    aber ansonsten super DAW.

  • Hatte es am Anfang mal mit Cubase versucht, war ne Katastrophe! FL- Studio ist gut verständlich aufgebaut. Es gibt namhafte Produzenten die mit FL- Studio arbeiten, Avicii war zum Beispiel einer von denen.


    Ich werde definitiv nicht mehr wechseln, sondern mich weiter in die Materie einarbeiten.

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