Beiträge von Tagirijus

    Ok. Präzisierung: Haben höhere Einstellungen als 44 (bis 192) Auswirkungen auf die CPU, bzw. welche?

    Je höher die Abtastrate, desto mehr Zyklen muss die CPU berechnen. D.h. von der Theorie her rechnet die CPU gegenüber 44.1 kHz bei z.B. 88.2 kHz dann doppelt so viel. Vermutlich wird in der Realität dann nicht auch gleich 2x so viel CPU Last sein, aber sicherlich mehr. So zumindest mein Verständnis und auch bisherige Erfahrung.



    Wozu 96/192 khz?

    Meine Lieblingsantwort: Um Musik für Delphine und Fledermäuse zu machen.


    Der Versuch einer ernsten Antwort: ggf. kann es mitunter auf Obertöne ankommen? Ganz genau kenne ich mich da, zugegeben, auch nicht aus.


    Meine Erfahrung: manch einer mag das ggf. als unüblich im professionellen Bereich (und damit meine ich, dass man davon lebt Musik zu machen, was bei mir der Fall ist) erachten, aber ich produziere schon seit ca 15 Jahren fast ausschließlich in 44.1 kHz. Ich meine mitbekommen zu haben, dass viele in 48 kHz arbeiten. Was sagen die anderen hier so?



    Was für Töne benötige ich, die zwischen 44 und 192 khz liegen?

    Die Töne, die bling bling Geld $$$$$$$ bringen, weil hohe Zahlen immer besser sind. d-:


    Und jetzt wieder ernsthaft: während der Produktion können > 44 kHz sinnvoll sein, wenn du etwas runter pitchen möchtest. Im Sounddesign kam das bei mir auch schon mal vor. Natürlich muss dabei das Ausgangsmaterial ebenfalls die höhere Abtastrate haben und das Mic, das beim Aufnehmen genutzt wurde, das auch richtig aufgefangen haben. So kannst du dann z.B. 192 kHz runter pitchen und hast dabei trotzdem noch gewisse Details in den Höhen. In der Audio Library von Boom Library Monsters & Beasts z.B. gibt es explizit Dateien (bzw. laut Produktangabe wurde generell dieses Mic genutzt), die mit einem 100 kHz Mic aufgenommen wurden, sodass du tatsächlich bis zu 100 kHz Material hast. D.h. wenn du es zu 50% runter pitchst, hast du immer noch Details bei 50 kHz. Das ist schon ganz witzig! Aber zugegeben: für mich persönlich ein etwas seltener Anwendungsbereich, hehe.


    Im Musik-Bereich mache ich nach wie vor fast alles in 44.1 kHz, weil es mir eher auf die Komposition ankommt. Wenn es mal hochkommt, würde ich höchstens zum Mix&Mastering das Projekt auf 48 kHz oder so schalten. Alles darüber erachte ich aus eigenen Tests und Erfahrungen heraus als unnötig für mich; und bisher auch unnötig für meine Kunden. (-;

    Hi OneFoeYaMind und willkommen hier im Forum!



    Wie aber sieht das bei Vier oder mehr Tönen aus? Gibt es da auch nochmal eine Regel oder richtet man sich hier nach dem ersten Intervall?

    Beispiel: A, C, E, G

    Betrachte dafür einfach mal die zugrunde liegende Tonleiter. In deinem Beispiel sind wir in a-Moll oder C-Dur: c, d, e, f, g, a, b (Achtung: ich nutze englische Schreibweise, also b statt h! Sonst würde ich für das "deutsche b" bb schreiben). Ganz plump betrachtet kannst du sozusagen aus so einer Tonleiter immer einen Grundton suchen und "jeden zweiten Ton drüber" nutzen, um einen Akkord daraus zu bilden. Das geht auch mit mehr als drei Tönen. a-Moll z.B. dann: a, b, c, d, e, f, g, fangen wir bei a an und haben dann jeweils immer jeden zweiten Ton deine genannten Töne: a, c, e, g. Würdest du noch einen Ton weiter gehen, hättest du statt eines am7 zusätzlich noch die None (also b) und somit einen am79 ("danach" am79 mit 11, danach mit 13 und du hättest theoretisch einen Tredezimakkord; was ein geiles Wort, haha! :D ). Das passiert alles auf Basis von Terzschichtungen. Mehr dazu hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Akkord#Terzschichtung


    Und das ist nur "brav", wenn du die Töne der Tonleiter nutzt. Interessant kann es werden, wenn du einzelne Töne veränderst ("alterierst") und z.B. statt der kleinen Septime in am79 die große Septime nutzt und sofort den Bösewicht im James Bond Film hervor gezaubert hast (amMaj79). d-:



    Wäre das jetzt ein reiner A Moll Akkord? Wäre der Grundton dann also immer noch das A? Gibt es Ausnahmen?

    Es wäre ein a-Moll mit Zusätzen. In deinem Fall: kleine Septime. Grundton ist nach wie vor a, wobei man den Akkord natürlich auch immer anders deuten könnte, was vom Kontext abhängt: könnte z.B. auch ein C6/A sein (hinter dem Slash wird angegeben, welcher Ton sich im Bass befindet; bzw. was eigentlich der Bass dabei spielt; zumindest habe ich das so durch Praxiserfahrung gelernt); also ein C-Dur mit Sexte und der Sexte im Bass. Rein klanglich für sich stehend empfinde zumindest ich diesen Akkord nahezu eindeutig als am7. Spiel alternativ mal G, C6/A, D7/A, G/B - dabei bist du in G-Dur und hast als zweiten Akkord den C-Dur mit Sexte und A im Bass; also von den Tönen her "deinen Akkord". Klingt hier dann aber nicht mehr wirklich nach a-Moll, wie ich finde (dafür könnte man die Septime weglassen; dann klingt es stärker nach Moll).



    Und wie sieht es bei Tönen aus, die zwar in einer Scale sind, aber nicht die reinen Intervalle von Dur oder Moll etc. haben?

    Beispiel: A, D, G

    Kann man machen, wird nur gemäß der westlichen Hörgewohnheit vermutlich weniger als üblicher Akkord wahrgenommen. Für mich klingt dein Beispiel z.B. nach einem Vorhalt, der sich auflösen möchte: a, d, g zu a, d, f# und danach ggf. zu b, d, g. Also quasi Dsus4 -> D -> G/B. (Also D mit Vorhalt für die Terz; nämlich die Quarte, dann aufgelöst zur Terz, bekommt, meines Erachtens einen domainantischen Charakter, und möchte sich dann zur vermeintlichen Tonika, dem G-Dur, auflösen).


    Ansonsten ggf. auch interessant: https://de.wikipedia.org/wiki/Quartenharmonik




    Man erkennt den Grundton eines verminderten oder erweiterten Akkords ja daran, dass immer Vier Noten zwischen einem Intervall liegen.

    Ggf. verstehe ich dich nicht, aber bei verminderten Dreiklängen liegen eigentlich nur zwei Töne zwischen den Tönen; bei übermäßigenDreiklängen hingegen drei Töne. Beispiele: adim = a, c, eb und Aaug = a, c#, e#.



    Welches ist also in diesem Fall der Grundton?

    Aber grundsätzlich ist bei einem adim das a der Grundton vom Akkord. :D


    Ich finde diese Akkorde super nützlich zum Modulieren. Du kannst z.B. den oben genannten adim umdeuten als F7 ohne Grundton, der in einer Kadenz z.B. zu Bb leiten kann. ... verminderte Dreiklänge finde ich ziemlich cool, weil sie so symmetrisch sind und du locker hoch oder runter gehen kannst; nahezu unendlich ("psychoakustisch", sage ich mal), sobald du noch den vierten Ton dazu nimmst und dann z.B. a, c, eb, gb hast. Das wäre dann theoretisch betrachtet sowas wie adim7. Nach oben gehend könntest du dann daraus folgende Akkorde bekommen: cdim7, ebdim7 und noch gbdim7 (danach schließt sich quasi der Kreis und es käme wieder adim7). Und wenn du praktisch vom verminderten Akkord mit Septime (die auch vermindert ist! Mehr dazu gleich noch) mit dem Grundton einen Halbton runter gehst, hast du plötzlich einen Dominantseptakkord: adim7 -> Ab7, cdim7 -> Cb7, ebdim7 -> Ebb7 (enharmonisch verwechselt also D7), ebdim7 -> Gbb7 (also enharmonisch verwechselt F7). Tut mir Leid, dass ich hier auf theoretische Korrektheit beharre und jetzt super verwirrt haben könnte. Enhramonisch verwechselt bedeutet quasi nur, dass die gleichen Töne klingen, aber von der Logik / Theorie dahinter anders heißen.


    Das andere war (von wegen "mehr dazu gleich"), dass ich persönlich es etwas verwirrend finde von den Akkordbezeichnungen her an dieser Stelle: für gewöhnlich schreibt man eine Zahl an den Akkord, was bedeutet, dass es der natürliche Zusatz ist. adim7 könnte also erahnen lassen, dass man adim und dann noch die natürliche Septime gemäß der Tonleiter hätte; also ggf. g. Allerdings bedeutet dim, dass hier grundsätzlich vermindert gemeint ist. D.h. man vermindert ebenfalls die Septime und bekommt die verminderte Septime gb noch dazu. Wollte man z.B. a, c, eb, g als Akkord haben, wäre das theoretisch betrachtet ein am7(b5); also ein A-Moll mit "natürlicher Septime" (also die kleine) aber einer verminderten Quinte.


    ... ja ... irgendwie kann Musiktheorie unlogisch kompliziert wirken, aber letztendlich kann es dann doch sehr logisch sein.



    Ich habe z.B einen Akkord in Ais-Moll eingespielt. Nun habe ich einen Sample Loop, welcher in E-Dur ist. Besteht die Möglichkeit, dieses miteinander harmonisieren zu lassen und falls Nein, wäre es in E-Moll möglich? Oder muss ich immer meine Akkorde/Melodien dem Sample anpassen?

    Das kommt manchmal darauf an. U.a. auch, was konkret jetzt dein "Sample" ist. Also ist es nur ein Akkord, oder sogar ein paar Takte lang oder so ...


    Du hast hier ais-Moll und ein Sample in E-Dur. Das ist in sofern schon einmal "weit auseinander" als es genau einen Tritonus vom Grundton her auseinander liegt; also das weitmöglichste Intervall zwischen zwei Tönen (wenn man nur in einer Oktave denkt; natürlich wäre eine Undezime oder so noch "weiter", aber oktaviert betrachtet wäre diese dann auch nur eine "Quarte").


    Prinzipiell kannst du alles nach- oder auch miteinander klingen lassen. In deinem ais-Moll zu/mit E-Dur Beispiel würde das nur etwas ungewohnter oder schräger ...ggf. düsterer klingen. Wenn das gewollt ist, warum nicht? Möchtest du es hingegen "stimmiger" / braver / gewohnter / näher beisammen haben, würde ich eher dein ais-Moll Part noch einmal transponieren. Oder eben, wie du schon geschrieben hast, das Sample transponieren.

    Passiert das auch, wenn ihr mal ein komplett leeres Projekt rendert? Bzw. könnt ihr einfach mal alle Plugins disablen im jeweiligen Projekt, ein Stück rendern (also das Stück, das auf jeden Fall rauscht) und dann Schritt für Schritt Plugins wieder einschalten, rendern, einschalten, rendern, etc. ... so lange bis ihr ggf. ein Plugin findet, dass das Rauschen ggf. erzeugt?

    Ich bin lediglich auf meine eigene Frage eingegangen. Ich bin gar nicht in der Position irgendwas zu bewerten oder zu urteilen, da ich kein Tontechniker bin oder so. Möchte das nur vorsichtshalber klarstellen! (-;

    Selbst habe ich übrigens ein USB Audiointerface (RME Babyface) mit separatem Mic (TLM102).

    Was spricht gegen USB Mikrofone? Auch ein xlr angebundenes kommt über das Audio-Interface als USB im PC an?

    Kenne mich technisch - zugegeben - nicht all zu gut aus, aber sollte es nicht theoretisch Unterschiede geben, ob der Pre-Amp im Interface oder "nur" im Mic selbst steckt?

    Versteh ich nicht.:heul1:

    Naja, sagen wir du sagst einfach, dass du keine Ahnung hast und nicht einmal weißt wovon du keine Ahnung hast. Dann kannst du es auch fast schon gleich bleiben lassen, wenn keine Basis existiert, auf der du aufbauen kannst.


    Bist du hingegen schon wenigstens etwas in der Materie drin (Fach ist ja an sich egal und die Tiefe auch), wirst du früher oder später an einen Punkt kommen, wo du merkst, wie die Dinge grob laufen, und woran du für dich arbeiten musst, um besser zu werden. In Bezug auf Musik wäre es in diesem Thread z.B. gut zu wissen, dass der Threadstarter nicht weiß, wie man besser abmischt und sich dessen auch nicht bewusst ist, weil er Zauber-Tools sucht, die ihm dabei helfen - teils mit sehr obskuren fast surrealen Ansätzen (Unter der Prämisse, dass ein "professioneller Klang" gewünscht ist und das meiner Einschätzung nach wenig mit Codec-Tools zu tun hat, als viel mehr mit Mixing-Wissen). Würde man stattdessen ein Bewusstsein entwickeln, dass es nicht um irgendwelche Tools geht, sondern darum, dass einem Techniken fehlen, würde man dort ansetzen können. Ich lehne mich mal weit aus dem Fenster, wenn ich sage, dass du womöglich mit so ziemlich allen Stock-Plugins der jeweiligen DAW, in der man arbeiten, einen professionellen Klang hinbekommen kannst.

    ich kann super gut mischen. ich habe auch top abhöhr kopfhöhrer.

    einfach alles. weiß ned genau ob das ein vorteil oder ein nachteil is

    ... du merkst schon, dass du dir da irgendie selbst widersprichst und der Validität deiner Aussagen nicht gerade Kraft verleiht?


    Gut ist man, meiner Meinung nach, erst dann, wenn man weiß, was man nicht kann.

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